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Einstiegsgeld beantragen

Das Einstiegsgeld soll Ihnen einen finanziellen Anreiz bieten, wenn Ihr Einkommen zunächst nicht oder kaum höher als Ihre bisherigen Geldleistungen der Grundsicherung ist.

Einstiegsgeld wird Ihnen als anrechnungsfreier Zuschuss gewährt.

Die Förderhöhe kann von jedem Jobcenter anhand der gesetzlichen Kriterien festgelegt werden und beträgt in der Regel circa 50 Prozent des Regelsatzes beim Arbeitslosengeld II (Hartz IV). Bei der Berechnung der Höhe wird unter anderem die Dauer Ihrer Arbeitslosigkeit und die Größe Ihrer Bedarfsgemeinschaft berücksichtigt. Daher variiert die Höhe des Einstiegsgeldes je nach Einzelfall.

Für besondere Personengruppen kann Ihr Jobcenter auch eine pauschale Bemessung vornehmen. Das erleichtert gleiche Entscheidungen in gleich gelagerten Fällen und betrifft insbesondere:

     

     

  • Langzeitarbeitslose,
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  • Alleinerziehende,
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  • Migrantinnen und Migranten,
  •  

     

  • Ältere,
  •  

     

  • gesundheitlich Beeinträchtigte,
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  • Frauen in Partner-Bedarfsgemeinschaften. 
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Sie können Einstiegsgeld längstens für 24 Monate erhalten.

Ob und in welcher Höhe Sie Einstiegsgeld bekommen können, entscheidet allein Ihr Jobcenter. Das heißt, Sie haben keinen rechtlichen Anspruch darauf.

Voraussetzungen

     

     

  • Sie erhalten vor Aufnahme Ihrer neuen Tätigkeit Arbeitslosengeld (ALG) II. Arbeitslosigkeit ist dabei keine Voraussetzung.
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  • Sie müssen den Antrag vor der tatsächlichen Aufnahme der Erwerbstätigkeit bei Ihrem Jobcenter stellen.
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  • Ihre neue Selbstständigkeit oder Ihre neue Beschäftigung ist geeignet, dass Sie perspektivisch Ihre Hilfebedürftigkeit überwinden.
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  • Das Einstiegsgeld ist für Ihre Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt erforderlich.
  •  

     

  • Ihre Erwerbstätigkeit umfasst mindestens 15 Stunden pro Woche. 
  •  

     

Zusätzliche Voraussetzungen bei Selbständigkeit/ Existenzgründung:

     

     

  • Positive Bewertung des Jobcenters über
    • Ihre persönliche Eignung,
    • die wirtschaftliche Tragfähigkeit Ihrer selbständigen Tätigkeit
  •  

     

Zuständige Stelle

das für Ihren Wohnort zuständige Jobcenter.

Hinweis: In den Städten Pforzheim und Stuttgart sowie den Landkreisen Biberach, Bodenseekreis, Enzkreis, Ludwigsburg, Ortenaukreis, Ostalbkreis, Ravensburg, Tuttlingen und Waldshut sind die Jobcenter bei den Landratsämtern eingerichtet.

Verfahrensablauf

Um das Einstiegsgeld zu erhalten, sollten Sie zunächst ein Beratungsgespräch in Ihrem zuständigen Jobcenter vereinbaren:

     

     

  • Wenden Sie sich an das zuständige Jobcenter und vereinbaren Sie einen Gesprächstermin.
  •  

     

  • Die Integrationsfachkraft nimmt Ihre Daten auf und prüft, ob Sie die Fördervoraussetzungen erfüllen.
  •  

     

  • Die Beraterin oder der Berater trifft auf dieser Grundlage eine Ermessensentscheidung.
  •  

     

  • Sie erhalten per Post einen Bescheid mit der Bewilligung oder einer Ablehnung Ihres Antrags.
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  • Wird Ihr Antrag bewilligt, überweist Ihnen das Jobcenter den Betrag monatlich im Voraus auf Ihr Konto.
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Fristen

Sie dürfen Ihre Erwerbstätigkeit noch nicht begonnen haben, wenn Sie Einstiegsgeld beantragen. Das gilt sowohl für die Aufnahme der sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit als auch für Ihre selbständige Tätigkeit.

Erforderliche Unterlagen

Bei Selbstständigkeit/Existenzgründung:

     

     

  • Antrag auf Förderung
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  • Lebenslauf, gegebenenfalls einschließlich nötiger Befähigungsnachweise
  •  

     

  • aussagekräftige Beschreibung des Existenzgründungsvorhabens zur Erläuterung der Geschäftsidee (Unternehmenskonzept/Businessplan).
  •  

     

  • Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan
  •  

     

  • Umsatz- und Rentabilitätsvorschau (erwarteter Umsatz und Kosten) für die nächsten 3 Jahre
  •  

     

  • Gegebenenfalls Stellungnahme eines externen Dritten oder einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit Ihres Unternehmens
    • Fachkundige Stellen sind: Kammern, Fach-verbände, Kreditinstitute, Gründerinitiativen
  •  

     

  • Nachweis, dass Sie selbstständig sind, zum Beispiel durch Ihre Gewerbeanmeldung, der Anzeige beim Finanzamt oder der Bestätigung über den Wechsel eines Nebengewerbes in ein Hauptgewerbe
  •  

     

  • Gegebenenfalls weitere Nachweise zum Beispiel zu Ihrer
    • Unfallversicherung oder
    • Geschäftshaftpflicht oder
    • Eintragung in die Handwerksrolle
  •  

     

Bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung:

     

     

  • Antrag auf Förderung
  •  

     

  • Kopie Ihres Arbeitsvertrags
  •  

     

Kosten

Keine

Bearbeitungsdauer

Durchschnittlich 4 Wochen.

Vertiefende Informationen

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Stand: 11.11.2020

Verantwortlich: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Öffnungszeiten

Rathaus

Montag - Freitag
7.45 - 12.00 Uhr

Dienstagnachmittag
16.00 - 18.00 Uhr

Donnerstagnachmittag
14.00 - 17.00 Uhr