Leben & Erleben

Notfalltreffpunkt in der Gemeindehalle

Angesichts der weiterhin anhaltenden unsicheren Weltlage und der Sorgen bezüglich der Energieversorgung hat auch die Gemeinde Zell u. A.  im Jahr 2025 einen Notfalltreffpunkt eingerichtet, an den sich Hilfesuchende in Ausnahmesituationen wenden können.

Der Notfalltreffpunkt der Gemeinde Zell u. A. wird im Bedarfsfall in der Gemeindehalle, Schulstraße 17 eingerichtet.

Ab wann ist der Notfalltreffpunkt besetzt?
Sollte ein Ereignis eintreffen, welches es erforderlich macht einen Katastrophenfall auszurufen, wird der Notfalltreffpunkt besetzt sein. Insbesondere wird das bei einem großflächigen, länger andauernden Stromausfall oder Ausfall der Gasversorgung mit seinen weitreichenden Begleiterscheinungen der Fall sein.

Die Energieversorgung in Deutschland gehört zu den Sichersten der Welt, trotzdem sind beispielsweise durch Hackerangriffe, Brände, Unfälle oder Naturkatastrophen ausgelöste, länger andauernde, großflächige Stromausfälle (sogenannter Blackout) nicht gänzlich ausgeschlossen. Verletzlich sind dabei nicht nur Behörden, Organisationen und Unternehmen, die während dieser Ereignisse ihre Arbeits- und Funktionsfähigkeit aufrechterhalten müssen, sondern insbesondere auch die Bürgerinnen und Bürger.

Was kann der Notfalltreffpunkt?
Grund- und Hilfeleistungen

Im Falle eines länger andauernden Stromausfalls befinden sich viele Menschen in derselben Notsituation. Sie suchen nach Informationen und Hilfe oder wollen anderen Menschen helfen. Treten bei Störungen der Strom- oder Telefonverbindung weitere Notfälle wie Brände, medizinische Notfälle oder Straftaten hinzu, kann eine Alarmierung der Feuerwehr, des Rettungsdienstes oder der Polizei erforderlich sein.

Für diese Fälle sollen bereits im Vorfeld vorbereitete, bekannte und leicht erreichbare Anlaufstellen zur Verfügung gestellt werden, die im Ereignisfall eingerichtet werden und ein standardisiertes Portfolio an Grund- und Hilfeleistungen bieten.

Informationen zur Lage, Erste Hilfe, Anlaufstelle für Notfallmeldungen
Die Notfalltreffpunkte sollen Informationen zur Lage sowie niederschwellige Erste Hilfe anbieten. Auch können Notfallmeldungen entgegengenommen und weitergeleitet werden.
Beispiele:

     

  • Zentrale Anlaufstelle zur Informationsweitergabe
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  • Organisation von Hilfsmaßnahmen für Personen, die auf Unterstützung angewiesen sind
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  • Absetzen von Notrufmeldungen
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  • Medizinische Erstversorgung
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  • Hilfe zur Selbsthilfe – Angebote werden aufgenommen und die Hilfsbereitschaft koordiniert
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  • Kurzfristige Möglichkeit zum Aufwärmen
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  • Strombereitstellung
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  • Bereitstellung einer Notversorgung
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Sollten Sie mit dem Fahrzeug zum Notfalltreffpunkt kommen, stellen Sie Ihr Fahrzeug bitte so ab, dass die Rettungswege weiterhin gewährleistet sind.

Krisensituation gemeinschaftlich bewältigen
Darüber hinaus werden Hilfsangebote genauso wie allgemeine Hilfeersuchen angenommen und koordiniert. So können sogenannte Spontanhelfende effektiv und optimal eingesetzt werden. Auch sind Spontanhelfende herzlich eingeladen, die Notfalltreffpunkte im Ereignisfall zu unterstützen. 

So kann eine möglichst durchgängige Besetzung des Notfalltreffpunkts gewährleistet werden und eine Krisensituation gemeinschaftlich und solidarisch bewältigt werden.

Weitere Grundsatzinformationen zu Notfalltreffpunkten finden Sie unter https://www.notfalltreffpunkt-bw.de/.

Helfer werden
Im Ernstfall zählt jede helfende Hand. Um gewährleisten zu können, im Notfall der Bevölkerung einen sicheren Platz zu bieten sucht die Gemeinde für den Notfalltreffpunkt weitere freiwillige Helferinnen und Helfer. Generell brauchen Sie hierzu keine speziellen Vorkenntnisse. Engagement, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein reichen völlig aus. Gerne erfassen wir aber auch Freiwillige mit medizinischen Fachkenntnissen, die im Ernstfall Erste Hilfe leisten können. Interessierte können sich gerne zur Registrierung oder bei Fragen jederzeit bei der Gemeindeverwaltung Zell u. A., Tel. 07164 807-20, E-Mail: hauptamt@zell-u-a.de melden.

Hinweis
Bereiten Sie sich darüber hinaus auch selbst auf eine mögliche Notlage vor, indem Sie persönlich Vorsorge treffen. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (www.bbk.bund.de).

WIE BEREITE ICH MICH AUF EINEN BLACKOUT VOR?

Auf einen Stromausfall kann man sich sehr gut vorbereiten. Wichtig ist hierbei die persönliche Lebensmittelversorgung und die ergänzende Notfallvorsorge. Sich auf eine Notsituation vorzuberei ten, liegt in der eigenen Verantwortung! Die Planung muss das Ziel haben, einen längeren Zeitraum zu überstehen. Folgende Fragestellungen können die Planung unterstützen:

     

  • Sind Vorräte angelegt, um mind. 10 Tage ohne Einkaufen überstehen zu können (Lebensmittel, Wasser, Hygiene artikel, Medikamente etc.)?
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  • Wurden mit nahen Angehörigen Vereinbarungen getroffen für den Fall, dass eine Kommunikation nicht mehr möglich ist?
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  • Gibt es eine ausgedruckte / handschriftliche Liste mit den wichtigsten Telefonnummern (Notruf, Familie, Arbeitgeber, Apotheke/Arztpraxis)?
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  • Sind Akkus (Laptop, Mobiltelefon, Telefon) geladen? Liegen Ersatzakkus, solarbetriebene Batterieladegeräte oder gar Powerbanks bereit?
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  • Wo können Notfälle gemeldet werden? Infrage kommen z. B. Feuerwehrhaus, Rathaus, Rettungswache, Polizeidienststelle oder ein spezieller Notfall-Treffpunkt, der von der Gemeinde eingerichtet wird. (Bitte bei der Gemeinde erfragen und bspw. im Notizfeld dieses Flyers notieren.)
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  • Gibt es einen vollständigen Erste-Hilfe-Kasten? Sind die Medikamente auf Stand?
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  • Ist ausreichend Bargeld vorrätig?
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  • Gibt es ein stromunabhängiges Radio (Batterie, Kurbel)?
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  • Sind stromunabhängige Leuchtmittel vorhanden (Kerzen, Taschenlampe)?
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  • Ist eine Ersatzkochgelegenheit (Holz, Gaskocher) vorhanden?  Gibt es alternative Strom- und Heizquellen (Holzofen, inselfähige Photovoltaikanlage)?
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  • Ist die Abwasserversorgung stromabhängig (Hebeanlage, Rückstauklappe)?  Wie funktioniert die manuelle Entriegelung des ggf. Garagentor/ Haustür/…?
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  • Können die Haustiere versorgt werden?
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Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bietet auf seinen Internetseiten viele ergänzende Informationen und ausführliche Einkaufs- und Checklisten zum Download und Bestellen. www.bbk.bund.de

WIE VERHALTE ICH MICH WÄHREND EINES BLACKOUTS?

Keine Notrufnummern anrufen, wenn nicht wirklich ein Notfall vorliegt! Es können ansonsten lebenswichtige Notrufe blockiert werden!

     

  • Alle Haushaltsangehörigen über den Stromausfall informieren und (wenn notwendig) die Zusammenführung organisieren.
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  • Uhrzeit notieren, wann der Strom ausgefallen ist.
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  • Alle elektrischen Geräte ausschalten, die gerade in Verwendung waren bzw. Netzkabel ausstecken (z. B. Bügeleisen, Herd). Eine Leuchte bleibt eingeschaltet, damit man bemerkt, wenn der Strom wieder da ist.
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  • Radio auf UKW (FM) einstellen, um Informationen zu erhalten. Regelmäßig zur vollen Stunde einschalten. Sinnvoll sind hierbei regionale Sender, wie bspw. der SWR oder Radio 7.
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  • Licht- und Wärmequellen überprüfen und bereitlegen.  Stolperfallen im Haus entfernen.
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  • Sorgsam mit Wasser umgehen und eventuell noch ein paar Behältnisse befüllen (Gießkannen, Faltbehälter, Eimer). Regenwasserzisternen können Brauchwasser liefern.  Abfall möglichst vermeiden und in Müllsäcken sammeln.
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  • Rasch verderbliche Lebensmittel primär verbrauchen oder – wenn möglich – verarbeiten.
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  • Ist eine Holzzentralheizung vorhanden, darauf achten, dass es zu keiner Überhitzung kommt.  Tiefkühlgeräte im Auge behalten und auf einen möglichen Flüssigkeitsaustritt achten. Besonders bei Kombigeräten wird der Abtauprozess früher einsetzen. Tücher bereitlegen.  Falls vorhanden, eigene Notstromversorgung vorbereiten.
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  • Gehören Haustiere zum Haushalt, auf deren Bedürfnisse achten, z. B. Wärme- bzw. Sauerstoffzufuhr bei Aquarien/ Terrarien sicherstellen.
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  • Wer nicht für wichtige Aufgaben (Infrastruktur, Feuerwehr, THW, Hilfsorganisationen etc.) benötigt wird, bleibt zu Hause bzw. in seinem Wohnumfeld. Maßnahmen im direkten Umfeld
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  • Mit Nachbarn in Kontakt treten. Nicht alle werden den Strom- ausfall sofort bemerken. Kontrollieren, ob Menschen im Aufzug eingeschlossen sind. Zutritt zum Wohnobjekt organisieren, da die Klingelanlage nicht mehr funktioniert.
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  • Bestehende oder provisorische Anschlagbretter nutzen, um Infos auszuhängen.
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  • Überprüfen, ob es pflegebedürftige Menschen im Umfeld gibt, die nun nicht mehr versorgt werden. Nachbarschafts- hilfe organisieren. Bestmöglich „gestrandeten” Menschen helfen.
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  • Erste-Hilfe-Kenntnisse auch in der Nachbarschaft anbieten.
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  • Achtsam bleiben! Dinge, die nicht in Ordnung sind (z. B. der Austritt von Kanalabwässern, Feuer, Kriminalität) sofort bei den Notfallmeldepunkten anzeigen. Sollte es notwendig werden, zur Deeskalation von kritischen Situationen beitragen. Niemals sich selbst in Gefahr begeben
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WAS MUSS ICH BEACHTEN, WENN DER STROM WIEDER FLIESST?

     

  • Wichtige Geräte (z. B. Heizung, Kühlschrank) auf Funktions fähigkeit prüfen und wieder einschalten. Alle anderen Geräte zunächst ausgeschaltet lassen bzw. prüfen, ob sie ausgeschaltet sind – ansonsten droht ein erneuter Zusammenbruch des Ver- sorgungssystems.
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  • Weiterhin Informationen über Radio/Warn-App abwarten und befolgen. So wenig wie möglich telefonieren, um Überlastungen zu vermeiden.
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  • Ressourcen sparen! Die Versorgung mit Medikamenten, Lebens- mitteln und Treibstoff wird weiterhin nur sehr eingeschränkt funktionieren bzw. erst langsam wieder anlaufen.
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  • Nachbarschaftshilfe ist weiterhin sehr wichtig. Hilfe anbieten, wo es möglich ist.
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  • Einkäufe werden, – wenn überhaupt – zunächst nur mit Bargeld möglich sein.  Wer nicht für den Wiederanlauf der Infrastruktur dringend benötigt wird, bleibt weiterhin zu Hause bzw. im näheren Wohnumfeld.
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